Untersuchung der Haut auf Auffälligkeiten

Weißer Hautkrebs

Wie entsteht Hautkrebs?

Die Bräune durch die ultraviolette Strahlung der Sonne ist keinesfalls als gesundheitsfördernd anzusehen. Diese entsteht als Schutzmechanismus unserer Haut. Die Pigmentzellen bilden bei längerer Zeit einwirkender UV-Strahlung ein schützendes Pigment, wodurch die Haut braun wird. Setzt man seine Haut über eine kürzere, aber intensivere Besonnung aus, wird sich die Haut nach einer individuell verschieden kurzen Zeit röten und führt zu einem Sonnenbrand. Dabei wird die genetische Substanz der Zellen in den oberen Hautschichten geschädigt. Teilweise werden diese Schädigung durch die köpereigenen Reparaturmechanismen ausgeglichen, aber nicht immer vollkommen beseitigt. Kommt es immer wieder zu Sonnenbränden, bleiben so nach und nach Schäden am Erbgut der Zellen bestehen, die sich addieren und schließlich zu einer Entartung führen.

Vorsorge

Als ungefähre Richtlinie zur Verwendung von Sonnencremes und dem Verhalten an der Sonne in Beruf sowie Freizeit kann die Lichttypbestimmung dienen. Trotzdem ist die beste Sonnencreme kein garantierter Schutz vor Hautkrebs, der auch an nicht besonnten Hautregionen auftreten kann. Es ist sinnvoll, so wenig wie möglich in die Sonne zu gehen und wenn, mit so viel Schutz wie möglich. Gehen Sie deshalb einmal jährlich zum Hautarzt und lassen Sie Ihre Haut auf kritische Herde untersuchen! Fast jeder Mensch besitzt Muttermale und/oder Pigmentflecken am Körper. Das wichtigste ist, diese regelmäßig zu beobachten und untersuchen zu lassen. Treten Veränderungen in Farbe, Form, Größe oder Verhalten (Juckreiz, Verkrustung oder Blutung) auf, sollten Sie sofort ihren Hautarzt aufsuchen. Nach einer genauen Untersuchung mit der Auflichtmikroskopie können jedoch häufig die Sorgen ausgeräumt werden.

Auch Verhornungen, die sich anfangs wie Sandpapier auf der Haut anfühlen, sind erste Zeichen einer Lichtschädigung. Solche Vorstufen können bei längerem Bestand sich zum sogenannten hellen Hautkrebs entwickeln, der ebenfalls metastasieren kann. Weitere Warnzeichen sind Flecken oder Knötchen, die nicht wie gewöhnlich innerhalb von 1-2 Woche abheilen oder evtl. auch spontan bluten. Solche Veränderungen sollten Sie dringend Ihrem Hautarzt vorstellen.

Therapie

Chirurgische Entfernung

Bei Hautkrebsverdacht wird der verdächtige Herd in örtlicher Betäubung herausgeschnitten oder eine Probebiopsie veranlasst. Bei starken Verdachtsmomenten kann zusätzlich ein kleiner Sicherheitsabstand sinnvoll sein. Das entfernte Material wird danach in ein Labor eingeschickt und unter dem Mikroskop untersucht.

Bei Basalcellcarcinomen im Gesicht ist dringend eine 3-dimensionale Randschnittuntersuchung des herausgeschnittenen Gewebes notwendig, um sicherzustellen, dass der Tumor ohne verbliebene Ausläufer komplett entfernt wurde.

Bei oberflächlichen Basalcellcarcinomen oder solaren Präcancerosen (Krebsvorstufen) kann, um die betroffene Hautpartie zu zerstören, eine Vereisung mit flüssigem Stickstoff angewandt werden. Diese Methode kommt insbesondere bei Kontraindikationen zur operativen Entfernung (z.B. bei Patienten mit Bluterinnungsstörungen) zum Einsatz.

Bei Präcancerosen stellt außerdem die photodynamische Diagnostik (PDD) mit anschließender photodynamischer Therapie (PDT) eine wertvolle Behandlungsmöglichkeit dar.