Muttermale

Wie Hautkrebs entsteht:

Seit Josephine Baker gilt gebräunte Haut als chic. Leider ist die durch die ultraviolette Strahlung der Sonne geförderte Bräune jedoch nicht als gesundheitsfördernd anzusehen, sondern stellt nur einen Schutzmechanismus unserer Haut dar. Unter über längere Zeit einwirkender UV-Strahlung beginnen die Pigmentzellen schützendes Pigment zu bilden, die Haut wird braun.
Bei kürzerer aber intensiver Besonnung wird sich die Haut nach einer individuell verschieden kurzen Zeit röten, es kommt zum Sonnenbrand.

Hierbei kommt es zu einer Schädigung der genetischen Substanz der Zellen in den oberen Hautschichten. Teilweise werden diese Schäden durch körpereigene Reparaturmechanismen ausgeglichen, aber nicht immer perfekt. Bei wiederholten Sonnenbränden bleiben so nach und nach Schäden am Erbgut der Zellen bestehen, die sich addieren und im Endeffekt zur Entartung führen.

Vorsorge Die Lichttypbestimmung kann als ungefähre Richtlinie zur Handhabung von Sonnencremes und dem Verhalten an der Sonne in Beruf und Freizeit dienen. Dennoch schützt auch die beste Sonnencreme nicht sicher vor Hautkrebs, der auch an nicht besonnten Arealen auftreten kann. Sinnvoll ist es jedoch, so wenig wie möglich in die Sonne zu gehen und wenn doch, dann mit so viel Schutz wie möglich. Die Haut „verbucht“ jede Einzahlung eines Sonnenstrahls, jedoch kann man von diesem Konto nichts mehr abheben! Lassen Sie deshalb einmal jährlich Ihre Haut beim Hautarzt auf kritische Herde untersuchen! Muttermale und/oder Pigmentflecken hat fast jeder Mensch. Wichtig ist, diese regelmäßig zu beobachten. Bei Veränderungen in Form, Farbe, Größe oder Verhalten (Juckreiz, Verkrustung/Blutung) sollten Sie Ihren Hautarzt aufsuchen Er wird verdächtige Veränderungen entfernen und im Labor untersuchen lassen. Häufig können jedoch auch nach einer genauen Untersuchung mit der Auflichtmikroskopie die Sorgen ausgeräumt werden.

Auch Verhornungen, die sich anfangs wie Sandpapier auf der Haut anfühlen, sind erste Zeichen einer Lichtschädigung. Solche Vorstufen können bei längerem Bestand sich zum sogenannten hellen Hautkrebs entwickeln, der ebenfalls metastasieren kann.

Weitere Warnzeichen sind Flecken oder Knötchen die nicht wie gewöhnlich innerhalb von 1-2 Woche abheilen oder evtl. auch spontan bluten. Solche Veränderungen sollten Sie dringend Ihrem Hautarzt vorstellen.

Die verschiedenen Arten von HautkrebsMalignes Melanom/ schwarzer Hautkrebs
Das maligne Melanom (der schwarze Hautkrebs) ist der bösartigste Hauttumor, weil er bereits frühzeitig metastasieren kann. Durch konsequente Hautkrebsfrüherkennungsmaßnahmen wird er jedoch heutzutage meist rechtszeitig im Anfangsstadium erkannt, wodurch sich die Überlebensraten erheblich verbessert haben. Sehr gute weiterführende Informationen zum malignen Melanom stellt die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Dermatologische Gesellschaft bereit.

Basaliom = Basalzellkarzinom
Die Basalcellcarcinome finden sich vor allem im Gesichts-Halsbereich. Nur extrem selten bilden sie Metastasen aus, deshalb wurden sie als Tumoren früher gerne unterschätzt. Aber gerade in Augennähe oder an anderen kritischen Lokalisationen (Nasenflügel) können sie durch ihre kontinuierliche Ausbreitung in die Tiefe ohne Rücksicht auf Organstrukturen zu Problemen führen.

Spinaliom / Stachelzellkrebs
Spinaliome entstehen auf dem Boden solarer Präcancerosen (auch spinocelluläre Carcinome in situ genannt). Diese zeigen sich als Rötungen mit sandpapierartiger Oberfläche, die später auch druckschmerzhaft werden. Schon die Frühformen, die noch keine Metastasen bilden , sollten behandelt werden.

Vorsorge

Die Hauttypbestimmung kann als ungefähre Richtlinie zur Handhabung von Sonnencremes und anderem wichtigen Schutz dienen. Dennoch schütz letztendlich auch nicht die beste Sonnencreme vor Hautkrebs. Der einzig effektive Schutz ist am besten so wenig wie möglich in die Sonne zu gehen und wenn doch, dann mit so viel Schutz wie möglich. Denn die Haut vergisst nie.

Lassen Sie einmal jährlich Ihre Haut beim Hautarzt auf kritische Herde untersuchen! Muttermale und/oder Pigmentflecken hat jeder Mensch. Wichtig ist diese immer zu beobachten. Wächst ein Muttermal an, ist der Rand unregelmäßig geworden, ist der Pigmentfleck schwärzer als noch vor zwei Wochen. wenn Sie sich hierbei nicht sicher sind, dann konsultieren Sie auf jeden Fall einen Arzt. Er kann dann beurteilen, ob es sich bereits um Hautkrebs handelt oder, wie in den meisten Fällen, dass genau dieses Muttermal regelmäßig von ihm beobachtet werden muss. Falls nötig wird ein verdächtiger Fleck entfernt und im Labor untersucht.

ABCDE-Regel

A steht für die Asymmetrie (ist der Fleck rund, oval etc)
B steht für Begrenzung, also ob der Fleck sich deutlich von der umliegenden Haut abhebt, oder ob er z.B. ausfranst
C steht für die Farbe (color) des Fleckes (ist er schwarz, braun, rot/rötlich, gräulich oder eine Mischung aus diesen Farben)
D steht für Durchmesser. Als Anhaltspunkt dient hier zunächst einmal, ob der Fleck größer, kleiner oder gleich 5 mm ist.
E steht für Entwicklung (evolution).Ein Muttermal, das ständig wächst, erregt ebenfalls Verdacht.

Therapie

Chirurgische Entfernung:

Bei Hautkrebsverdacht wird der verdächtige Herd in örtlicher Betäubung herausgeschnitten. Bei starken Verdachtsmomenten kann zusätzlich ein kleiner Sicherheitsabstand sinnvoll sein.  Das entfernte Material wird in ein Labor eingeschickt und unter dem Mikroskop untersucht. Bestätigt sich der Tumorverdacht, wird ein Nachschnitt, abhängig von der Eindringtiefe des Melanoms erforderlich sein.  Bei oberflächlichen Basalcellcarcinomen oder solaren Präcancerosen (Krebsvorstufen) kann eine Vereisung mit flüssigem Stickstoff angewandt werden, um die betroffene Hautpartie zu zerstören. Insbesondere bei Kontraindikationen zur operativen Entfernung(z.B. bei Patienten mit Bluterinnungsstörungen) kommt diese Methode zum Einsatz.  Bei Präcancerosen stellt außerdem die photodynamische Diagnostik (PDD) mit anschließender photodynamischer Therapie (PDT) eine wertvolle Behandlungsoption dar.

Chemotherapie:

Eine Chemotherapie wird beim Melanom entweder einzeln oder in Kombination von mehren Chemotherapeutika oder mit Immuntherapie bei Metastasierung eingesetzt.